Aurum-Kolumne

Kolumne Januar 2026

Kolumne von Ines Caspar, Aurum Vermögensmanagement GmbH Alsfeld, 09.01.2025

Zunächst einmal wünsche ich Ihnen noch von Herzen einen guten Start ins neue Jahr. Ich
wünsche Ihnen ein gesundes, friedfertiges und erfolgreiches Neues Jahr 2026!

Weihnachten und Silvester wären geschafft und in Sachen Cholesterin wurden sicher wieder
Spitzenwerte erreicht, so wie bei den Preisen für Gold und Silber im vergangenen Jahr.

Das Börsenjahr 2026 soll rosig werden – zumindest, wenn man den Prognosen traut.

Für den US-Leitindex S&P 500, der heute bei ca. 6900 Punkten steht, werden neue Rekorde
vorhergesagt. Die Großbank JP Morgan rechnet mit 7500 Punkten bis Jahresende. Die Analysten bei
Morgan Stanley sagen sogar 7800 voraus und die Deutsche Bank ist mit 8000 Punkten noch
optimistischer.
Die Frankfurter erwarten auch für den Dax neue Rekordwerte. In einem Jahr soll Deutschlands Leitindex
bei 26 100 Punkten stehen, heute sind es 24 700. Damit liegt die Deutsche Bank in der Mitte der
Prognosen – die DZ Bank traut dem Dax sogar 27 500 Punkte zu.
Bei so viel Optimismus wird man reflexartig skeptisch. Genau in diesem linearen Denken, in der
Fortschreibung heutiger Trends, liegt das große Kapitalmarktrisiko. Natürlich kann kein Mensch genau
sagen, wo die Aktienmärkte am Ende dieses Jahres stehen werden. Das weiß niemand. Aber mein
Bauchgefühl sagt mir, dass eine Verschnaufpause durchaus wahrscheinlich ist. Vor einem Jahr hatten
wir ein passables Börsenjahr vorhergesagt, und es wurde erneut ein großartiges.

Das Jahr 2025 hatte alles: politische Wendepunkte, militärische Eskalationen, wirtschaftliche
Paradigmenwechsel – und menschliche Dramen.

Ja und das neue Jahr beginnt gleich wieder spektakulär. Die US-Streitkräfte nahmen den
venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau am 3. Januar fest und brachten sie nach
New York, wo sie wegen Kokainhandels angeklagt werden. Am 3. Januar wurden in Jose, dem
wichtigsten Ölhafen, keine Tanker beladen. Die Daten zeigten, dass Schiffe, die Rohöl für die USA und
Asien transportierten, im Hafen blieben, während einige Schiffe leer abfuhren, nachdem
sie auf ihre Beladung gewartet hatten. Obwohl Venezuela über 17 % der weltweiten Reserven verfügt,
wird es nach offiziellen Angaben aufgrund von Missmanagement, geringen Investitionen und Sanktionen
im Jahr 2025 voraussichtlich nur etwa 1 % des weltweiten Erdöls produzieren. Trump kündigte an, dass
US-amerikanische Ölfirmen Milliarden in den Wiederaufbau des venezolanischen Energiesektors
investieren werden. Derzeit ist Chevron der einzige amerikanische Großkonzern im Land. Venezuela
schuldet China rund 10 Mrd. US$ und zahlt die Kredite mit Rohöl zurück. Nach den US-Sanktionen ist
China zum wichtigsten Ölabnehmer Venezuelas geworden. Es besteht die Hoffnung, dass durch die USIntervention
langfristig die riesigen Ölreserven Venezuelas dem Weltmarkt zugänglich gemacht werden.

Zins- und Rentenmärkte

Bei der Fed-Sitzung am 10. Dezember hatte die Fed mit der Ankündigung überrascht, dass sie bereits
am 12. Dezember wieder die Notenpresse anwerfen werde. US-Präsident Donald Trump strebt ein
Haushaltsdefizit von rund 2,0 bis 2,5 Billionen Dollar an. Wegen der horrenden Staatsschulden von 38,4
Billionen Dollar ist mit weiter sinkenden Leitzinsen, die die Konjunktur ankurbeln, aber auch die Inflation
anheizen, zu rechnen. Gleichzeitig soll der Dollar schwach bleiben.

Wie sieht es in Deutschland aus?

In Berlin herrscht eine Woche teilweise Dunkelheit und Kälte durch einen linksterroristischen Anschlag
auf das Stromnetz. Aus der Hauptstadt und den Regierungskreisen kommt auch darüber hinaus wenig
Erhellendes zur Verbesserung der Konjunktur. Der Ton von Unternehmerseite ist auffällig ähnlich:
Unsicherheit. Frust. Teilweise echte Angst. Die aktuelle Umfrage zur deutschen
Exportwettbewerbsfähigkeit bestätigt das Gefühl: So schwach waren wir seit 1995 nicht mehr. Selbst
während der Finanzkrise war die Lage nicht so schlecht. Das ist brisant, weil wir es gern vergessen, fast
50 % unseres BIP hängen am Export.
Wenn man den Blick nach außen richtet, wirkt Deutschland zunehmend isoliert. Wir erhöhen Kosten,
regulieren weiter und diskutieren Moral, während andere über Marktanteile sprechen. Die USA
subventionieren offen und holen Produktion zurück. Japan lebt mit einem schwachen Yen – und schützt
gezielt seine Industrie. China investiert weiter, auch gegen den Zyklus. Aus Investorensicht ist
Deutschland jedenfalls kein Selbstläufer mehr.

Die Aussichten für Gold und Silber für 2026 sind glänzend

Die Preise der Edelmetalle haben zuletzt kräftig geschwankt. Unabhängig davon bleiben die mittel- und
langfristigen Perspektiven hervorragend. Die Preise der Edelmetalle waren über die Weihnachts-
Feiertage auf einer heftigen Berg- und Talfahrt. Für den jüngsten Kurseinbruch bei den Edelmetallen gibt
es kaum fundamentale Gründe, vielmehr dürften etliche Banken den Preis über den Futures-Markt
künstlich nach unten manipuliert haben, zumal Tesla-Chef Elon Musk hatte getwittert, dass der rasante
Anstieg beim Silberpreis nicht gut sei, weil das Metall in vielen industriellen Prozessen gebraucht werde
– gemeint ist nicht zuletzt bei Batterien für E-Autos, sowie in Solarzellen.
Nach der Kursexplosion der vergangenen Monate bei Gold und Silber kann es daher kurzfristig zu stark
erhöhten Schwankungen kommen. Gerade bei Silber. Zumal die Derivatebörse Chicago Mercantile
Exchange (CME) die Margin (Sicherheitshinterlegung für Future-Geschäfte) erneut deutlich anheben
könnte.

Abgesehen davon hat sich an den Aussichten für Gold und Silber aber absolut nichts geändert!

China hat am 30. Oktober Exportbeschränkungen für Silber zum 1. Januar 2026 angekündigt. Die
Märkte warten aktuell darauf, wie die Exportquoten aussehen werden. Je weniger Silber von China aus
exportiert wird, umso knapper würde das Metall auf dem Weltmarkt werden, was für Aufwärtspotential
bei den Preisen sorgen wird.
Lassen Sie sich also von einer kurzfristig erhöhten Volatilität nicht verunsichern, sondern warten Sie
eine Beruhigung der Lage ab, um die physischen Bestände bei Gold und Silber weiter aufzustocken –
denn meiner Meinung nach sollte die Rekordfahrt bei den Edelmetallen nicht nur 2026, sondern auch in
den Folgejahren weitergehen.

Es gibt also genügend Themen, die im Jahr 2026 für Anleger und Ihre Individuelle Strategie wichtig sein
werden. Es bieten sich weiter gute Chancen für langfristig orientierte Anleger. Für Stabilität und
Sicherheit sorgt eine Beimischung von Edelmetallen.

Als bankenunabhängiger Vermögensspezialist beraten wir Sie individuell und ohne hauseigene
Produkte. Besuchen Sie uns auf unserer Internetseite www.aurumvm.de oder vereinbaren Sie
gerne einen Gesprächstermin unter Tel. 06631/ 8018-440.

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